Lehrstunden

Kohlenhydrate: Was machen sie im Körper? Welche Rolle spielt dabei Insulin?

Heute habe ich mich intensiv mit dem Thema Kohlenhydrate beschäftigt. Überall begegnen sie uns: Müsli, Nudeln, Brot und in allen Süßigkeiten. Wer sich mit dem Thema Ernährung beschäftigt, stößt zwangsläufig auf Kohlenhydrate. Doch was machen die Kohlenhydrate im Körper? Und welche Rolle spielt dabei Insulin?

In erster Linie sind Kohlenhydrate allein für die kurzfristige und schnelle Energiegewinnung zuständig. Dafür werden die Kohlenhydrate im Körper so lange gespalten bis Glukose vorliegt. Glukose ist ein einfach Zucker und kann in dieser Form durch Traubenzucker aufgenommen werden. Aus diesem Grund sollte man auch Traubenzucker zu sich nehmen, wenn man schnell Energie braucht, da Glukose nicht noch gespalten werden muss und direkt durch die Darmwand ins Blut geht. Die aller erste Anlaufstelle ist das Gehirn. Dieses nimmt die Hälfte des kompletten Glukose-Bedarf in Anspruch. Die andere Hälfte gehört den Nieren,den roten Blutkörperchen und der Muskulatur.

Um einen längeren Nahrungsstillstand auszuhalten oder die Versorgung des Körpers mit Glukose während erhöhter Anstrengung zu gewährleisten, speichert der Körper Glukose in Form von Glykogen in der Leber, im Nierenmark und in der Muskulatur. Sowohl akuter Bedarf als auch Glykogen-Speicher sind jedoch nicht unendlich groß, weshalb Überschüsse in Körperfett umgewandelt werden, da wir Fett speichern können und bei Bedarf neue Speicherorte dafür schaffen – das sogenannte Depotfett. Depotfett sind all die lästigen Stellen, die bei einer Diät einfach nicht weg gehen: Unterbauch, Oberschenkel und –Arme und der Hintern. Das Depotfett wird vom Körper für „schwere Zeiten“ aufgehoben und kaum angegriffen. Stattdessen schrumpfen in einer Diät-Phase oft die Brüste. Dessen Fett ist kein Depotfett und entbehrlich.

Wichtig ist: Sinkt der Blutzuckerspiegel wieder, bekommen wir Hunger!

Glukose wirkt sich unmittelbar auf den Blutspiegel aus. Befindet sich zu wenig Glukose im Blut ist man schlapp, müde, hungrig und hat außerdem Konzentrationsschwierigkeiten. Ein zu hoher Blutspiegel könnte dazu führen, dass die roten Blutkörperchen verkleben um die überschüssige Glukose schnellstmöglich weiterzuverarbeiten. Dabei setzt die Bauchspeicheldrüse unmittelbar das Hormon Insulin aus, welches Zucker im Blut einsammelt und dieses in den Zellen abspeichert um die Überversorgung zu regulieren.Während das Insulin seine Arbeit macht, wird die Fettverbrennung komplett gestoppt! Aus diesem Grund sollte man zwischen den Mahlzeiten ausreichend Pause einlegen, damit der Insulinspiegel sinkt. 4-5 Stunden sind optimal. Mehr als 6 Stunden sollte die Pause nicht dauern (außer beim Schlafen!).

Bei einfachen Kohlenhydraten steigt der Blutzuckerspiegel rapide an, die diese unmittelbar durch die Darmwand ist Blut gelangen. Parallel schüttet die Bachspeicheldrüse panisch eine große Menge Insulin aus. Dies führt dazu, dass der Blutzucker sehr niedrig ist, obwohl wir genug Energie zur Verfügung haben und dass die Glukose nicht verarbeitet wird, da sie von dem Insulin in der Leber zu Fett umgewandelt wird.

Es gibt auch Kohlenhydrate, die so komplex sind, das der Körper sie gar nicht in Glukose spalten kann und diese unverdaut vom Körper ausgeschieden werden. Diese komplexen Kohlenhydrate kennt man auch unter dem Namen: Ballaststoffe. Diese verlangsamen die Spaltung einfacher Kohlenhydrate und sind dadurch äußerst wertvoll für den Darm und die Verdauung.

Aus diesem einfachen Grund sind die Low Carb-Diäten momentan im Trend. Denn wenn du die Zufuhr von Kohlenhydraten drosselst, muss der Körper zusehen, wo er seine Energie her bekommt und muss die Depotfette angreifen.

Wenn von den einfachen Kohlenhydraten die Rede ist, wird in vielen Diäten, über „schlechte“ Kohlenhydrate gesprochen. Doch dies ist nicht wirklich der richtige Ausdruck für die einfachen Kohlenhydrate. Unter anderem ist auch Fruchtzucker ein einfaches Kohlenhydrat – ist Obst aus diesem Grund „schlecht“?

Umgangssprachlich werden die komplexen Kohlenhydrate auch „langsame“ Kohlenhydrate genannt. Der Grund dafür ist einleuchtend und habe ich weiter oben im Text bereits erklärt.

Gute Quellen für komplexe Kohlenhydrate und Ballaststoffe sind Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte und viele Gemüsesorten. Sie werden nur langsam verdaut, liefern daher langanhaltend und gleichmäßig Energie und halten lange satt. Einfache Kohlenhydrate finden sich vor allem in verarbeiteten Lebensmitteln in Form von verschiedensten Zuckerarten und Weißmehl. Das Problem bei letzterem ist, dass es von keinerlei Nährstoffen begleitet wird, daher in kürzester Zeit aufgespalten wird und den Blutzuckerspiegel ähnlich stark in die Höhe treibt wie gewöhnlicher Zucker.

Ich hoffe euch hat der Beitrag gefallen oder weitergeholfen. Falls ihr Fragen an mich habt, könnt ihr euch gerne an mich wenden. Schreib mir deine Meinung und Erfahrungen in die Kommentare und folgt meinem Blog, um keinen Beitrag mehr zu verpassen. Für tägliche Updates über meinen Speiseplan empfehle ich euch mein Instagram-Account zu abonnieren.

Liebe Grüße,

Eure Rosa

1 Kommentar zu “Kohlenhydrate: Was machen sie im Körper? Welche Rolle spielt dabei Insulin?

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